Sehenswürdigkeiten in Weimar 
Sehenswürdigkeiten in Weimar

Sehenswürdigkeiten in Weimar


Museum Palais Schardt

Johann Wolfgang Goethe und die thüringische Stadt Weimar sind untrennbar für immer verbunden. Hier lernte, lebte und schuf Goethe seine großen Meisterwerke der Klassikepoche, welche heute als Nationalkulturgut aller Deutschen in der ganzen Welt bekannt ist. In Weimar fand Goethe auch die große Liebe seines Lebens, Charlotte von Stein, welcher er selbst in seinen Literarischen Werken für immer verewigte. Goethe lernte seine große Liebe, die Frau von Stein, im Haus an der Scherfgasse 3, dem Palais Schardt kennen. Auf dem Gelände des wohl einzigartig schönen Palais befindet sich ebenfalls der weltbekannte Goethepavillon, in welchem der junge Goethe einst die junge Frau von Stein kennen lernte. Der Goethepavillon und das Palais Schardt sind heute als Museum ausgebaut und gehören zum Museumsprojekt der Stadt Weimar. Umgeben von einem herrlichen Duftgarten, gehört der Goethepavillon zu den schönsten Garten Pavillons in ganz Deutschland. Im Palais Schardt verbrachte die spätere Geliebte des großen Dichters ihre Kindheit und Jugend und genoss im Schoße ihrer wohlhabenden Familie eine standesgemäße Erziehung und Bildung. Das Museum im Paalais Schardt zeigt den heutigen Besuchern die Lebens-und Wohnbedingungen der Bürger im 19.Jahrhundert. Sehr viele Ausstellungsexponate, ob im Original oder en miniature, sind bei einem Rundgang durch die liebevoll eingerichteten Ausstellungsräume zu bewundern. Ebenso wie zu Goethes Zeiten wird das Palais heute noch für die unterschiedlichsten kulturellen Veranstaltungen der Stadt Weimar genutzt. In ihm finden alljährlich die Klassikkonzerte- und Theateraufführungen mit Werken von Goethe und Schiller statt.


Goethe-Schiller-Archiv

Unmittelbar an der die Stadt tangierenden Bundesstraße 7 in Weimar, befindet sich in Höhe der Tiefurter Allee eine der bedeutendsten Einrichtungen der Klassikstiftung Weimar. Es ist das auf der Weltkulturerbe Liste der UNESCO stehende Goethe- und Schiller-Archiv der Stadt Weimar. Es zählt zu den weltweit berühmtesten wissenschaftlichen Einrichtungen der Deutsche Literatur und Kunstwissenschaft. Diese in ihrer Art und dem Sammlungsumfang an historische Dokumenten zu Leben und Schaffen der beiden deutschen Künstler und Dichter, Goethe und Schiller, einmaligen Sammlung ist die älteste und traditionsreichste Archivwissenschaftliche Einrichtung der Germanistik. Der Grundstein für diese weltweit anerkannte und bekannte einmalige Literatursammlung wurde durch das Vermächtnis der letzten Nachkommen Goethes und Schillers gelegt. Diese vermachten testamentarisch die umfangreichen Handschriftensammlungen der beiden großen Dichter und Künstler der Kunstliebhaberin Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach im Jahre 1885. Kurze Zeit später gründete die Großherzogin die Institution des Goethe und Schiller Archives zur Dauerhaften und sicheren Verwahrung der unschätzbar wertvollen Handschriftensammlung. Innerhalb kürzester Zeit erweitert sich der Archivbestand und es machte sich der Neubau eines dafür zweckdienlichen Gebäudes erforderlich. welches 1896 eingeweiht wurde. Das Goethe und Schiller Archiv beherbergt neben den Sammlungen der Namensgeber auch die umfangreichen Nachlässe weitere deutscher Dichter, Künstler und Germanisten. So werden auch die Schriften von Herder und Otto Reuters hier aufbewahrt. Diese sind nur einige von unzähligen Nachlässen, welche in immenser Kleinarbeit von den hier tätigen archivwissenschaftlichen Mitarbeitern ausgewertet werden. Stets arbeiten sie an der Umsetzung des Vermächtnisses der Archivgründerin: Die Werke der großen Germanisten auszuwerten und weitergehend der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.


Historischer Friedhof

Besucher der Kunst-und Kulturstadt Weimar haben bei der Auswahl Ihrer Ausflugsziele zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt die Qual der Wahl. In der Stadt befinden sich unzählige Sehenswürdigkeiten ob als Denkmal, historisches Gebäude, Kirchen, Museen aber auch Parks und Friedhöfe zählen zu den beliebten Objekten der alljährlich zu tausenden die Stadt besuchenden Touristen. Eines dieser sehr beliebten Ausflugsziele ist der wohl in Deutschland am meisten besuchte Friedhof. Es ist der Historische Friedhof am Poseckschen Garten. Dieser befindet sich im Südlichen Teil der Stadt Weimar, nur 10 Fahrtminuten mit dem Auto vom Stadtzentrum entfernt, an der die Stadt durchquerenden Bundesstrasse 85 gelegen. Hier auf dem Gelände des Poseckschen Gartens wurde der „Friedhof vor dem Frauen Tore“, wie er zur Zeit seiner Entstehung im Jahre 1818 genannt wurde, angesiedelt. Auf dem weiten Arial des Friedhofes fanden auf seinen ältesten Teil die großen Dichter Johann Wolfgang Goethe und Friedrich von Schiller ihre letzte Ruhestätte. Auf diesem heute als „Historischen Friedhof“ bezeichneten Teil des Friedhofgeländes kann man in andächtiger Stille auf den Spuren der Klassikzeit Weimars wandeln. Auf dem gesamten Gelände findet man alle Begräbnisstätten der namenhaften Künstler der damaligen Zeit. Viele Freidenker und Anhänger der deutschen Epoche der Klassikzeit sind hier begraben wurden. Zentraler Punkt der alten Friedhofsanlage ist die Fürstengruft derer vom Hause Sachsen Weimar. Rings um diese zentrale Lage der Fürstengruft findet man die Gruft der beiden Großen deutschen Klassiker und Dichter, Goethe und Schiller, sowie viele anderer diese Epoche in Weimar bestimmenden Persönlichkeiten. Auch die Tochter des russischen Zaren und Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, Maria Pawlowna fand hier in der Gruft neben der Russisch Orthodoxen Kapelle im Jahre 1859 ihre letzte Ruhestätte.


Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek mit ihrem berühmten Rokokosaal wurde 1691 gegründet. Die Bibliothek selbst ist noch älter, war aber zunächst im Stadtschloss untergebracht, bevor sie ins Grüne Schloss zog. Die Bibliothek gehört zu den bedeutendsten Bibliotheken, nicht zuletzt dank ihrer fürstlichen und herzoglichen Förderer Wilhelm Ernst, Anna Amalia und Carl August und dem wohl bekanntesten Bibliothekar Johann Wolfgang von Goethe. Der bekannte Rokokosaal ist aus konservatorischen lediglich wenigen Besuchern täglich zugänglich. Daher ist auch eine vorherige Anmeldung zu empfehlen. Die Bibliothek entstand aus einer umfangreichen herzoglichen Büchersammlung heraus und wurde im Lauf der Zeit ständig erweitert. Vor allem die junge Anna Amalia aus Wolfenbüttel, die eine umfangreiche Musikaliensammlung hinterließ und seit 1991 Namensgeberin ist, machte sich um die Bibliothek verdient. Neben deutscher Literatur und Bücher aus den Bereichen Geschichte und Kunst, ist auch die europäische Literatur vertreten. Im späten 19. Jahrhundert geriet die Bibliothek in ihrem Bestand aufgrund fehlender finanzieller Mittel vergleichsweise in Rückstand, im Bestand waren nun vor allem Klassiker und thüringische Landesgeschichte vertreten. Mit der Auflösung des Großherzogtums wurde aus der Bibliothek 1920 die Thüringische Landesbibliothek. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Bibliothek weitgehend schadlos. Anschließend übernahm die Landesbibliothek wieder ihre Aufgaben für die Benutzer der Stadt, aber auch der Region. Im Jahr 2004 traf die Bibliothek ein schwerer Schlag. Ein verheerender Brand zerstörte zahllose wertvolle Kunstwerke und Bücher, unzählige Werke wurden schwer beschädigt. Im Oktober 2007 konnte die Herzogin Anna Amalia Bibliothek dank vieler Spender wieder in altem Glanz erstrahlen und eröffnet werden. Im Bestand sind heute vor allem Werke der deutschen Literatur aus der Zeit zwischen 1750 und 1850 zu finden.


Deutsches Bienenmuseum

Nicht nur die großen Stätten von Kultur und deutscher Kunstgeschichte sin d in Weimar zu finden. Auch die Natur-und Heimatliebe wurde schon stets in dieser thüringischen Stadt groß geschrieben. Eine Einrichtung, welche diese Naturverbundenheit und gleichzeitige Nutzung in der Landwirtschaft nahebringt, ist das zur Weimaer Museums Landschaft gehörende Deutsche Bienenmuseum. Diese wohl einzigartigste Einrichtung, welche sich der Natur- und Volkskunde so verpflichtend und angezogen fühlt, ist unter der Obhut des Thüringer Landesverbandes der Imker hervorgegangen und trägt sowohl als Museum, ebenso als eine Kultur-und Bildungseinrichtung zur Erlebbarkeit von Natur und wirtschaftlicher Entwicklung des Thüringer Raumes bei. Diese unmittelbar am Goethepark in der Ilmstarße gelegene museale Einrichtung, verfügt über modern ausgestattete Ausstellungsräume ebenso, wie großzügige Räumlichkeiten für die vielen vom Museum und dem Landesverband der Imker durchgeführten thematischen Vorträge im Rahmen der Museumspädagogischen Öffentlichkeitsarbeit. Geschichtlich beruht das Museum auf dem Erbe des ersten im Jahre 1837 in Weimar gegründeten Imkervereines. Gezeigt werde in vielen musealen Exponaten, die Geschichte der Bienenhaltung und der Gewinnung und Weiterverarbeitung des Honigs, aber auch des Bienenwachses. In vielen liebevoll eingerichteten Schauvitrinen werden die unterschiedlichsten Bienenarten und deren Kultivierung beschrieben. Ein musealer Leckerbissen für die vielen Jungen und Alten Besuches des Museums sind die thematisch hervorragend aufgearbeiteten Ausstellungsabschnitte. So kann man sich einen leicht zu überschauenden Überblick über die Biologie der Biene und zur Geschichte der Imkerei aus derVergangenheit bis zur Gegenwart verschaffen. Ein krönender Abschluss des Museumsbesuches bildet die Einkehr in den museumseigenen kleinen Bienenladen, indem man sich mit diesen süßen Köstlichkeiten sehr gut bevorraten kann.


Herz-Jesu-Kirche

Besucht man in Weimar den August-Fröhlich-Platz, so findet man hier die erste katholische Stadtkirche dieser thüringischen Stadt. Die Erbauung dieser Kirche wurde einst von dem Großen Französischen Kaiser Napoleon initiiert. Au sein Geheiß hin, begann man seit dem jahre 1806 mit dem Wiederaufbau von katholischen Gemeinden in Thüringen. So wurde die erste sich zur damaligen Zeit bestehende katholischer Gemeinde in Jena, alsbald in die Stadt Weimar verlegt. Viele zur damaligen Zeit bekannten deutschen Dichter und Künstler waren Mitglieder in dieser ersten sich auf thüringischen Boden gegründeten katholischen Gemeinde, nach dem Ende der Reformations-bewegung. Solch bekannte Namen, wie Franz Liszt oder Nepomuk Hummel gehörten zu den engagierten Mitgliedern dieser katholischen Gemeinde in Weimar. Mit der Erbauung eines kirchlichen Zentrums dieser Gemeinde, konnte jedoch erst im jahre 1889 begonnen werden. Direkt neben der damaligen alten Lottenmühle, dem heutigen August-Fröhlich-Platz, entstand dieser Kirchenbau in nur zweijähriger Bauzeit. Die einmalige Architektur dieser Kirche wurde vom damaligen so bekannten Architekten Max Meckel entworfen. Sein großes Vorbild war der im italienischen Baustil erbaut Dom zu Florenz. In den Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges durch Bomben stark zerstört, wurde dieses Kirchenbauwerk umfangreich wiederaufgebaut sowie mit großem Aufwand renoviert und erfreut uns heute in dem Glanz, welchen sie schon zum Zeitpunkt ihrer Erbauung ausstrahlte. Besonders Sehenswert ist die reiche Ausstattung dieser Kirche in ihrem Inneren. Neben dem das Kircheninnere bestimmenden Hochaltar mit dem spätgotischen Kreuz, findet der Besucher der Kirche mannigfaltige Reliefs und Wandmalereien zu Motiven der christlichen Mythologie. So sind im Chor der Kirche die beiden Halbreliefs zur Geburt Christi und der Abendmahlzeremonie zu finden, welche durch ihre bestechende Figürlichkeit und Exaktheit beeindrucken.


Jakobskirhe

Eine der schönsten Pilgerkirchen Deutschlands befindet sich unmittelbar auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela, auch als Jacobsweg bekannt, in der thüringischen Stadt Weimar. Diese am Rollpltz 4 in Weimar beheimatete Jacobskirche entstammt aus der Zeit der Romanik und wurde erstmals von den Chronisten der damaligen Zeit als Jacobskirche im Jahre 1168 urkundlich erwähnt. Im gleichen Jahr erfolgte auch die erst nachweisliche Weihe dieses Gotteshauses. Im Verlaufe ihres Jahrhunderte langen Bestehens wurde diese Kirche 1712 wegen starker Baufälligkeit abgerissen und nach ihrem Wiederaufbau mehrmals durch Brände und Kriegswirren stark zerstört. Nach umfassenden Renovierungs- und Restaurationsarbeiten erstrahlt die heutige Jacobskirche im Glanz des barocken Baustiles und beindruckt im Kircheninneren mit seinen Etagenförmigen Emporen und dem stufenförmig angelegten Hochaltar als zentralen Blickpunkt des Kirchenraumes. In der Geschichte der Kirche hatte dieser sehr berühmte Gast. So wurde hier im jahre 1806 Johann Wolfgang Goethe und sein Frau Christiane Vilnius in der Sakristei der Jacobskirche getraut Auch in den Zeiten der Wende in der ehemaligen DDR, spielte die Jacobskirche eine wesentliche Rolle, denn hier trafen sich zu jener Zeit die vielen kritischen Bürgergruppen zur Diskussion und leiteten von hier aus, die friedliche Revolution in Weimar ein.


Schloss Beichlingen

Etwa 9 Kilometer nördlich von Kölleda liegt Schloss Beichlingen. Es besteht heut aus dem „Lehnshaus“ zusammen mit dem „Kalten Tor“, dem „Hohen Haus“ als ältester Bauteil aus dem 13. Jahrhundert. Das „hohe Haus“ bietet heute noch dem Besucher wertvolle Renaissance-Räume. Weitere Teile der Anlage sind das „Neue Schloss“, die Schlosskapelle und das Internatsgebäude aus DDR-Zeiten. Die Schlosskirche wurde mittels Bruchsteine errichtet und im 17. Jahrhundert durch einen Nordflügel erweitert. Für den seltenen Kirchgang wurde sie durch eine Fachwerkbrücke mit dem Schloss verbunden. Unverfälschte originale Bemalungen der Holzwände und –decken, sowie Stuckfassungen der Portale im „Hohen Haus“ sind touristische Highlights. Umfangreiche ur- und frühgeschichtliche Wallanlagen sind ebenfalls erhalten. Die Burg wurde vermutlich zum Schutz wichtiger Pass-Straßen zum Unstrut-Tal von König Heinrich I. erreichtet. In einer Schrift von Bischof Thietmar von Merseburg wurde sie erstmals 1014 schriftlich erwähnt. Während einer kriegerischen Auseinandersetzung des König Heinrich IV. und dem Markgrafen Dedo II. wurde die Burg Beichlingen erobert und zerstört. Man baute sie kurz danach wieder auf und diente der Gräfin Kunigunde von Weihmar-Orlamünde als Wohnsitz. Nach dem unfreiwilligen Ableben ihres zweiten Ehemannes, Kuni von Northeim, Graf von Beichlingen, 1103 und auch nach dem Tod des dritten Gemahls, Graf Wiprecht von Groitzsch 1124 gelang es der Hausherrin nur mit Mühe ihren Besitz bis zum eigenen Tod 1140 zu behaupten. Ein Jahr später ging der Besitz an Graf Friedrich von Beichlingen, der als Gründer des Beichlinger Grafengeschlechts galt. 1330 allerdings ging es den Beichlingern finanziell nicht besonders gut, was zum wirtschaftlichen Niedergang führte. Somit musste das Anwesen zu großen Teilen verkauft werden. Somit wurde Hans von Werthen aus Wiehe letztendlich neuer Eigentümer, da man auch die restlichen Teile nicht halten konnte. Die neuen Hausherren bauten die heruntergekommene Burg wieder auf. Nachfolgende Generationen der Werthers bauten weiter aus und um. So kam es dass die Burg im Laufe der Zeit zu einem Schloss umfunktioniert wurde. Dank glücklicher Umstände ist die Schlossanlage während des zweiten Weltkrieges nicht beschädigt worden. In der Nachkriegszeit nutzte zuerst die US-Armee das Gebäude als Kommandantur. Nach der Übergabe an die Rote Armee wurde es samt Herrschaft enteignet. Zunächst brachte man hier eine Lehrerbildungsanstalt unter und später bildete man hier Kindergärtnerinnen der DDR aus. Im weiteren Verlauf nutzte man Beichlingen weiter als Ausbildungsstätte. Seit 2001 ist die einstige Wehranlage wieder in Privatbesitz und wird vom Förderverein zur Rettung und Erhaltung von Schloss Beichlingen betreut.


Druckgrafisches Museum

In unmittelbarer Nähe zur Weimaer Stadtkirche befindet sich in der Scherfgasse 5 das 1992 eröffnete Druckgrafische Museum der Stadt Weimar. Dieses bei den Einwohnern der Stadt unter dem Namen „Pavillon-Presse“ besser bekannte Museum, bietet den interessierten Besuchern einen Überblick über die 200-jährige Geschichte des Druckgewerkes. Das Museum befindet sich in den uns noch heute erhaltenen Pavillon im Garten der hier ehemals im Jahre 1624 befindlichen Hofbuchdruckerei. Dem Besucher wird in der Ausstellung des Museum die Entwicklung des Druckgewerbes von der Historie bis zur Gegenwart erläutert. Besonderer Schwerpunkt der im Museum gezeigten Dauerausstellung ist die Entwicklung des Kunstdruckes in der Kunst-und Kulturstadt Weimar, deren Wurzeln in dem 1876 gegründeten Radiervereins liegen. Dieser die Pflege des Kunst-und Zeichnungsdruck pflegende Verein war einer der ersten seiner Art in Deutschland und setzte maßgebliche Zeichen für die Aufnahme der Graphikausbildung an den Universitäten und Hochschulen Deutschlands. Anschaulich und thematisch gut aufbereitet, kann der Besucher bei einem Rundgang durch das Museum die einzelne Stufen des Druckhandwerkes durchstreifen und unterstützt durch die vielen originalen Ausstellungsgegenstand erlebbar nachvollziehen. Angefangen von der Nachbildung einer Setzerei, werden die Druckereitechnik und deren Handhabung ausgestellt. So findet man neben der historischen Knebel-Presse auch die in der Gegenwart genutzten Druck-Offset-Maschinen für millionenfache Druckauflagen. Sehr Interessant sind die ausgestellten spezialwerkzeuge für den Lithographie- und Radierdruck. Abgerundet wird die sehr umfangreiche Sammlung durch die Ausstellung von Belegdruckexemplaren vieler bekannter Grafiker aus dem Freistaat Thüringens.


Cranachhaus

Unmittelbar am historischen Markplatz der Stadt Weimar findet der Besucher ein besonderes Bauwerk aus der Zeit der Frührenaissance. Es befindet sich direkt gegenüber dem historischen Rathaus auf der Ostseite des Markplatzes, mit seinem historischen Neptunbrunnen vor der Marktapotheke. In diesem im Jahre 1547 erbauten Gebäude lebten der berühmte Maler Lucas Cranach der Ältere und sein Sohn Lucas Cranach der Jüngere. Das einst als Wohngebäude und Werkstatt dienende Gebäude ist heute ein auf der Liste der UNECO Weltkulturerbekommission stehende Gebäude und beherbergt das „Theater im Gewölbe“. Wie so viele andere Gebäude der Stadt Weimar auch, wurde das Cranachhaus im Zweiten Weltkrieg bei den verheerenden anglo-amerikanischen Luftangriffen stark zerstört und später nach den Originalbauplänen seines damaligen Renaissance-Baumeisters Nicolaus Gromann wieder aufgebaut. In diesem historischen Gebäude mit seiner so legendären Geschichte, welche unmittelbar mit dem Leben und Schaffen des berühmten Malers der Renaissance verknüpft ist, verbrachte der Maler auch seine letzten Lebensjahre. Hier wurden von ihm viele heute weltberühmte Werke der Malerei erschaffen, unter anderen auch das sich in der evangelischen Stadtkirche befindliche Altargemälde. Heute wird das Gebäude im Rahmen des Kulturstadt Weimar Projektes, als „Theater im Gewölbe“ genutzt, welches sich zur Aufgabe gemacht hat insbesondere die Theaterstücke von Goethe und Schiller aufzuführen und somit deren Tradition zu pflegen und fortzuführen.


Neues Museum

Besucher der Stadt Weimar, welche sich der zeitgenössischen Kunst verschrieben haben, können diese in vollen Zügen im Neuen Museum der Stadt Weimar genießen. Das zur Klassik-Stiftung der Stadt Weimar gehörende Museum am Weimarplatz 5, zeigt in wechselnden Ausstellungen Kunstobjekte der zeitgenössischen Kunst ebenso, wie aktuelle Ausstellungen von Studenten der Bauhaus-Universität. Das nach der Wiedervereinigung Deutschlands erste Museum dieser Art in den neuen Bundesländern wurde 1990 in dem ehemaligen Gebäude des Großherzoglichen Museums für Kunst und Kunstgewerbe untergebracht. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass es sich bei diesem herrlich anzuschauenden Gebäude in seinem einzigartigen Stil der Neorenaissance um den ersten Museumszweckbau des Freistaates Thüringen aus dem Jahre 1864 handelt. Dieser Repräsentationsbau beherbergte bis 1937 die Einrichtung des Landesmuseums für das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Wie so viele Bauten der Stadt Weimar, wurde das Museumsgebäude bei Luftangriffen im März 1945 durch Bomben schwer beschädigt und fristete danach als ein dem Verfall preisgegebenes Gebäude zu Zeiten des DDR-Regimes, sein fortbestehen. Erst durch die Wiedervereinigung Deutschland und den vielen Privatinitiativen von Kulturfreunden der Stadt Weimar, welche durch In-und Ausländische Spendengelder gestützt wurden, begann eine umfassende Sanierung und Rekonstruktion des Gebäudes. Heute erstrahlt es in seinem alten Glanz und wurde berühmt durch die sich im Vestibül befindliche monumentale Sitzstatue des Johann Wolfgang Goethe.


Russisch-Orthodoxe Kapelle

Viele Baudenkmäler und historische Bauten, kann der Besucher in der für die Wahrung von Kunst und Kultur bekannten thüringischen Stadt Weimar besichtigen. Auch einen Hauch russischer Geschichte aus der Zeit des Zaren, ist in Weimar übriggeblieben und wird noch heute mit Leben erfüllt. Es handelt sich um die Russisch-Orthodoxe Kirche in Weimar, welche direkt auf dem historischen Friedhof zu finden ist. Schon von weitem sind die vergoldeten Zwiebeltürme der in den Jahren 1860 bis 1862 erbauten Kirche zu erkennen. Sie befindet sich direkt an den wohl in Weimar denkwürdigsten Ort des historischen Friedhofes, denn genau an dieser Stelle befindet sich die letzte Ruhestätte der großen deutschen Dichter und Denker, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich von Schiller. Die Kapelle wurde dereinst zu Ehren der verstorbenen Gemahlin des Großherzoges Carl Friedrich, der russischen Großfürstin Maria Pawlona erbaut und auf den Namen der Heiligen Maria geweiht. Großfürstin Maria Pawlona war die Tochter des damaligen russischen Zaren und residierte seit 1804 für fast 50 Jahre in der Stadt Weimar. Entsprechend ihres letzten Willens vor ihrem Tode, wurde schon zu ihren Lebzeiten mit dem Bau der Orthodoxen Kapelle begonnen, zu deren Grundsteinlegung, gemäß der russischen Tradition, der erste Stein in aus Russland stammende Erde gelegt wurde. Die Kapelle ist noch heute ein aktiver Ort zur Durchführung der orthodoxen Gottesdienste der russischen orthodoxen Gemeinde von Weimar. Ihre reichhaltige Innenausstattung mit original russischen Ikonenmalereien und vielen vergoldetet Verzierungen, machen einen Besuch dieser Kapelle zu einen unvergesslichen Erlebnis ganz besonderer Art.


Stadtkirche Peter und Paul

Die altehrwürdige Stadt Weimar verfügt durch ihre jahrhundertelange Geschichte über eine große Anzahl von sakralen Kirchenobjekten. Diese die Geschichte der Stadt und der evangelischen wie auch katholischen Gemeinschaft verkörperten Bauten sind noch heute die steinernen Beweise von der Entwicklung und dem Aufstreben dieser thüringischen Kunst und Kulturstadt. Als Ort der Besinnung, Andacht und religiösen Verehrung, dienen sie sowohl den Gläubigen, aber auch jedem Besucher als Orte des Friedens und der Ruhe. Eine der wohl ältesten und schönsten Kirchen der Stadt ist die auch als Herder Kirche, direkt am Herder Platz gelegene Stadtkirche Peter und Paul in Weimar. Über die Stadt- und Landesgrenzen berühmt wurde diese spätgotische Hallenkirche durch den im Inneren befindlichen Cranach-Altar. Einst in den Jahren 1245 bis 1249 als eine dreischiffige Hallenkirche erbaut, wurde sie im Mittelalter mehrfach um-und ausgebaut. Von der einst bestehenden Erstkirche an diesem historischen Platz, sind die Fundamente des Westturmes erhalten geblieben und zählen zu den ältesten Überbleibseln aus dieser Zeit. Im Inneren ist die Stadtkirche Peter und Paul mit vielen religiösen Austatungsgegenständen ausgestattet und beeindruckt mit seiner prunkvollen Ausschmückung durch die zahlreichen Gemälde und Wandmalereien. Aus der Zeit ihrer Erbauung in der Spätgotik, ist uns noch heute der Taufstein am Aufgang zur barocken Kanzel erhalten geblieben. Der sich im zentralen Blickfeld der Kirche befindliche Flügelaltar aus dem Jahre 1552, wurde dereinst von Lucas Cranach dem Älteren erschaffen und ist das wohl einzigartigste und bekannteste Meisterwerk aus der sächsisch-thüringischen Kunstepoche des 16. Jahrhundert. Die Stadtkirche ist ein Teil des auf der Weltkulturerbeliste stehenden Denkmalensembles der Stadt Weimar und alljährlich ein Anziehungspunkt tausender Besucher und Touristen der Stadt Weimar.


KZ Buchenwald

Zu einem der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden zählt das KZ Buchenwald. Es befindet sich auf dem Ettersberg bei Weimar und zählte zu den Arbeitslagern. 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas waren in der Zeit zwischen Juli 1937 und April 1945 hier inhaftiert. Schon nach der Eröffnung am 15. Juli 1937 belegte man den sogenannten Bunker. Der Zellenbau des Torgebäudes wurde vornehmlich als Folter- und Mordstätte genutzt. Besonders auffällig wurde hier der SS-Aufseher Martin Sommer, der sich an seinen perversen, sadistischen Spielchen ergötzte. Im April 1938 lieferte man massenweise „Arbeitsscheue“ ein. Die erste öffentliche Hinrichtung durch den Strang erfolgte im April 1938. Gleichzeitig richtete man neben dem Areal den Zoo für SS-Angehörige ein. Eine damalige Waldchaussee wurde im Sommer des gleichen Jahres zu einer acht Meter breiten Zufahrtsstraße ausgebaut. 200 Häftlinge mussten sich am Bau beteiligen. Das Baumaterial gewann man in umliegenden Steinbrüchen. Nach dem Anschluss Österreichs deportierte man viele Häftlinge aus Österreich in das Lager. Aufgrund der schlechten Hygiene brach im Lager im Februar 1939 Typhus aus. Darauf hin stellte man es unter Quarantäne. Da das städtische Krematorium auf die Grenzen seiner Kapazitäten stieß, richtet 1940 im Lager neben dem Zoo ein eigenes Krematorium ein. Neben Ermordung, Folter und weiteren menschenverachtenden Maßnahmen wurden auch hier Menschenversuche durchgeführt. Viele Jahre des Leidens mussten die Menschen hier ertragen. Das Lager wurde durch die Häftlinge selbst befreit. Durch Boykottierung und Sabotieren verhinderten sie ihre „Evakuierung“ und konnten über Funk die US-Armee um Hilfe rufen! Aber bist 1950 blieb das Lager unter der sowjetischen Besatzung immer noch ein Ort des Schreckens. Sie nutze es als Speziallager weiter. Es forderte noch weitere 7.000 Todesopfer. Die DDR-Regierung eröffnete nur acht Jahre Später Buchenwald als Nationale Mahn- und Gedenkstätte. Gegenwärtig befinden sich auf dem Areal viele Ausstellungen zur Geschichte des KZ.


Goethes Wohnhaus

Das thüringische Weimar und die Namen der großen deutschen Klassiker und Dichter Johann Wolfgang Goethe und Friedrich von Schiller stehen weltweit für die Epoche der Deutschen Klassik des 18. Jahrhunderts. Alljährlich besuchen hunderttausende In-und ausländische Touristen aus allen Kontinenten der Welt die Stadt, um in ihren ganz eigenen Flair und Ambiente auf den Spuren dieser großen deutschen Klassiker zu wandeln. Eines der am meist besuchtesten Orte der Stadt ist unumstritten das Goethe Nationalmuseum in den Räumen des ehemaligen Wohnhauseses von Johann Wolfgang Goethe. Das sich in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum am Frauenplan gelegene Gebäude aus dem Jahre 1707, gehört heute zur Liste der Weltkulurerbestätten der UNESCO. In diesem imposanten Gebäude mit seinem barocken Baustil wohnte der große Dichter und Klassiker gemeinsam mit seiner Gemahlin Christiane fast 50 Jahre lang. Obwohl Goethe in Weimar mehrere Häuser zu seinen Lebzeiten bewohnte, ist das Haus am Frauenplan die in seinem Leben entscheidende Wohnstätte gewesen. Hier wurden von ihm die Vielzahl seiner Werke erschaffen und war für seinen gesamten Freundeskreis, der Mittelpunkt in seinem Leben. Das langgestreckte Gebäude beherbergt in seinem Vorderteil die ehemaligen Wohn und Arbeitsräume des großen Dichters. Durchfährt man den im Original erhaltenen Haupteingang, so gelangt man in den Innenbereich des Gebäudekomplexes, welcher an seinem Ende von dem ehemals von Goethe selbst gestalteten Garten mit eigenem Pavillon abgeschlossen ist. In dem Pavillon befindet sich heute die historische Mineraliensammlung des Dichters, welche der Öffentlichkeit ebenso zugänglich gemacht ist, wie die meisten Wohn-und Arbeitsräume in der Wohnung des großen Klassikers. Heute befindet sich in Goethes Wohnhaus das gleichnamige Nationalmuseum, welches unter anderem Goethes Privatbibliothek mit mehr als 7000 Büchern enthält. Alle Räume des Hauses sind mit den original Möbeln des großen Dichters ausgestattet und lassen den Besucher das Gefühl bekommen, als sei der große Dichter und Klassiker nur kurz aus dem Haus gegangen.


Stadthaus Weimar

Viele historische Gebäude und Baudenkmäler findet der Besucher der Stadt Weimar am Marktplatz der Stadt und in seinem Umfeld. Eines dieser Gebäude ist der als Stadthaus bekannte herrliche Renaissance-Bau an der Ostseite des Marktplatzes. Als Eckgebäude unmittelbar zum grünen Markt angrenzend, findet man dieses aus dem Jahre 1432 im Original erhaltenen historische Gebäude. Die Chronisten und Geschichtsschreiber der Stadt berichten in den uns erhaltenen Dokumenten, daß dieses Gebäude einstmals aus dem Besitz des Landgrafen Friedrich dem Einfältigen entstammte und er dieses in der Mitte des 15. Jahrhunderts der Stadt Weimar als Geschenk übereignete. Bis zu seiner Nutzung als städtisches Handelshaus für die verschiedenen Zünfte der Stadt im Jahre 1547, wurde es als Schank-und Bürgerhaus von der Bürgerschaft der sich rasch entwickelnden Stadt Weimar genutzt. Auch dieses historische Gebäude besitzt einen starken Bezug auf die Zeit der Deutschen Klassik in Weimar. Neben Goethe und Schiller kehrten hier regelmäßige die führenden deutschen Freidenker in das zu dieser Zeit als „Stadthaus“ bezeichnende Gebäude ein. Zu dieser Zeit, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, fanden hier bedeutende Konzerte, Theatheraufführungen und Maskenbälle statt. Trotz schwerster Beschädigungen während des Zweiten Weltkrieges konnte dieses Gebäude im Original erhalten werden und wurde durch die umfangreichen Renovierung-und Restaurationsarbeiten in dem Aussehen erhalten, wie schon alte Zeichnungen und Kupferstiche das Gebäude zu Goethes Zeiten abbildeten. Heute befindet sich der weit über die Stadtgrenzen bekannte Ratskeller, eine gastronomische Einrichtung auf sehr hohem kulinarischen Niveau in den historischen Raümen des Gebäudes, welches außerdem die Touristinformation der Stadt beherbergt.


Museum für Ur- und Frühgeschichte

Weimar die Stadt der Klassiker, Kunst und Kultgeschichte ist reich an musealen Einrichtungen der unterschiedlichsten Kategorien. So findet der Besucher der Stadt in der nur 10 Minuten Fußweg entfernt gelegenen Humboldstraße auch das Thüringer Museum für Ur- und Vorgeschichte in dem Gebäude der Humboldstraße 11. Auf einer Gesamtausstellungsfläche von 1000 Quadratmetern kann man einem umfassenden Einblick in die Geschichte der Menschwerdung und Besiedelung des Thüringer Raumes bestaunen. Ausgestellt sind unter anderem die 4ooooo Jahre alten Überresten von zur Jagd benutzten Waffen und Werkzeugen aus der weltweit bekannten Ausgrabung bei Bilzingleben. Sie gelten Weltweit als die ältesten Funde von Jagt und Gebrauchsgegenständen aus der Altsteinzeit und wurden im Leben unserer Urahnen, dem Homo erectus, benutzt. Mit viel wissenschaftlichen Engagement und Hingabe haben die Mitarbeiter des Museums und des sich im selben Haus befindlichen Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie die zum Teil einzigartigen Funde aus den Grabungen der Jungsteinzeit restauriert und für die Schaustellung im Museum präpariert. Hierdurch wurde es den vielen Besuchern des Museum ermöglicht, die vielen Fundstücke unter anderem aus dem germanischen Fürstengrab in der Nähe von Haßleben zu bestaunen. Ein weiteres Highlight der Dauerausstellung des Museums, sind die vielfältigen musealen Ausstellungsexponate aus dem Opfer Moor bei Oberdorla in Thüringen. Viel fast lebensgroße Rekonstruktionen aus der Siedlungszeit des Thüringer Raumes und eine wohlgeordnete und übersichtlich geordnete Ausstellung mit vielen Schauvitrinen und Erläuterungstafeln, lassen einen Besuch des Museum für Jung und Alt zum langanhaltenden Erlebnis werden.


Bauhaus Museum

Die Stadt Weimar ist nicht nur bekannt, als die Stadt der Dichter und Denker, sondern auch als ein Ort deutscher Designergeschichte. Unmittelbar im Weimarer Stadtzentrum findet der Besucher und Tourist dieser geschichtsträchtigen thüringischen Stadt, das am Theaterplatz gelegene Bauhaus-Museum. Einst Gründungsort der deutschen Designerhochschule des 20.Jahrhunderts, welche unter dem Namen Bauhaus zu internationalen Ruhm gelangte, wurde dieses Museum der Stadt Weimar als Ort der Wahrung von Geschichte und herausragenden Exponaten dieser Designer-Hochschule geschaffen. Weimar als Geburtsstätte des im Jahre 1919 gegründeten Staatlichen Bauhauses war der Beginn einer eigenständigen angewandten Designerschule, welche sich später in Dessau und Berlin niederließ. Ihre freigeistigen Lehrer und Rektoren, wie Walter Gropius, Lyonell Feininger oder Paul Klee waren in der Zeit der Nationalistischen Diktatur den führenden Nazigrößen ein jeher Dorn im Auge und führte letztendlich zur Schließung dieser international anerkannten Lehreinrichtung im Berlin des Jahres 1933. Die Maßstäbe, welche die künstlerischen, architektonischen und gestalterischen Ideen setzten, sind heute noch in vielen Bau-und Kunstwerken, aber auch im Alltag ersichtlich. Dem Wirken und Arbeiten der an dieser Lehreinrichtung tätigen Dozenten und Rektoren, sowie deren Designer-Werke widmet sich heute das Museum in mehr als 300 Austellungsexponaten und vielen erläuternden Schautafeln und Vitrinen. Ein Besuch ist für jeden Besucher und Touristen der Stadt Weimar nur zu empfehlen und ist für Jung und Alt ein lehrreiches Erlebnis.


Ginkgo Museum

Eine weiter museale Kostbarkeit ganz anderer Art, findet der Besucher und Tourist der Stadt Weimar in der Windischenstraße 1. Inmitten des Stadtzentrums unweit des Marktplatzes mit seinem historischen Rathaus ist das in Deutschland ebenso einzigartige wie berühmte Ginkgo Museum zu finden. Die Zentrale Lage des Museums, von welchem man in nur ein paar Fußminuten zum Goethe und Schiller Wohnhaus kommt, macht es zu einem Besuchermagneten für die vielen Tausende Gäste der Stadt Weimar. Im Mittelpunkt der musealen Ausstellung steht der Mythos Ginkgo. Der Ginkgo Baum als das Symbol der Hoffnung und von Mutter Natur mit den vielen ihm eigenen Eigenschaften, angefangen von seiner Art und Weise des Überlebens und Wachsen in selbst unwirtlichen Gegenden bis hin zu seiner buchstäblich berühmten Schönheit, war schon weit vor dem Beginn der deutschen Klassik von vielen Menschen in aller Welt beliebt. Einer der wohl ältesten und berühmtesten Vertreter seiner Art ist der als Goethe-Ginkgo berühmt gewordene Baum in der Puschkin Straße, an der Ecke zum Übergang zur Anna-Amalia-Bibliothek. Er ist fast 200 jahre alt und nur ca.2 Minuten vom Museum entfernt. Ausgehend von seinem ursprünglichen Herkunftsland China, wurde er besonders im Europa zu den Zeiten Goethes und Schillers zu einem der beliebtesten Park und Alleen Bäume. Auch seine für die Kosmetik und Schönheitspflege genutzten ätherischen Öle und Pflanzenstoffe gehörten zu den gefragtestes Grundstoffen der damaligen wie auch heutigen Arzneimittel- und Kosmetikhersteller. Das Museum zeigt auf seiner zwar nur 100 Quadratmetern großen Ausstellungsfläche die vielfältigen und oftmals faszinierenden Kunstmotive, welche der Ginkgo Baum zu Goethes und Schillers Zeiten hervorbrachte und gibt ebenso einen Überblick über die Verwendung des Legenden umwobenen Ginkgo Baumes in allen Bereichen des täglichen Lebens. Die vielen Schauobjekte geben den Mythischen Baum das entsprechende wissenschaftliche Ambiente und sind stets für einen Besuch zu empfehlen.


Wittumspalais

In unmittelbarer Nähe zum Weimar Rathaus und dem Deutsche Nationaltheater findet man eines der schönsten Stadtpaläis der Stadt Weimar und ganz Thüringens. Es ist das Wittumspalais welches sich in exponierter Lage unmittelbar an der heutigen Schillerstrasse am Palaisplatz befindet. Einst auf dem Grund und Boden eines Franziskanerklosters im Jahre 1767 erbaut, gehörte es bis 1775 zum Besitz des Weimarer Geheimrates Jacob Friedrich von Fritsch. Erst nach dem verheerenden Weimaer Schloßbrand im Jahr 1773, in welchem das Schloss zu Großteilen ein Opfer des Flammeninfernos wurde, war das Stadtpalais Residenz und Wohnhaus der Herzogin Anna Amalia, welches kurze Zeit später im jahre 1775 in ihren Besitz überwechselte. Das auf ihren Geheiß um-und ausgestaltet Palais, wurde mit mannigfaltigen Wand-und Deckenmalereien ausgestaltet und gibt dem Besucher noch heute einen guten Überblick über die damaligen Adligen Lebens-und Wohnverhältnisse. Die Herzogin bewohnte das Wittumspalais bis zu ihrem Tode im Jahre 1807. Schon zu ihren Lebzeiten war das Palais ein Hort der Kunst und Kultur der Weimarer Klassikzeit. Auch der große Dichter Johann Wolfgang Goethe war ein gern gesehener Gast im Hause der Herzogin. Hier erweckte er die „Freitagsgesellschaft“ zum Leben. Eine gesellige Runde bestehend aus den Freidenkern und Gelehrten, sowie Adeligen aus dieser Epoche der geistigen Erneuerung Deutschlands. Heute dient das umfangreich sanierte und restaurierte Gebäude als Museum der Stadt Weimar und Einrichtung der Weimarer Klassikstiftung. Es gehört zu den Schätzen der UNESCO Weltkulturerbeliste und sollte bei einer Stadtbesichtigung Weimars auf keiner Ausflugsliste fehlen.


Goethe Nationalmuseum

Das Goethe Nationalmuseum in Weimar, gehört mit seiner Einrichtung zur Klassik Stiftung des Bundeslandes Thüringen und der Stadt Weimar. Dieser Besucher-und Touristenmagnet für Besucher sowie In-und Ausländischen Touristen aus aller Welt, bringt alljährlich mehr als 700.000 Menschen in die Stadt Weimar. Die Einrichtung des Nationalmuseums und noch 20 weitere Museen, Schlösser und andere kulturhistorische Denkmäler und Bauten gehören der Klassik Liste Weimar an und zählen zu den Weltkulturerbstätten der UNESCO. Im Goethe Nationalmuseum kann sich der interessierte Besucher ganz der Entwicklung des Stils der Weimaer Epoche widmen. In vielen meist einzigartigen und im Original erhaltenen Ausstellungsstücken bringt einem dieses Museum die Kunst und Kultur dieser Epoche des 19. Jahrhunderts nahe und zeigt sehr anschaulich, wie sich die Gedanken und der Geist der Weimaer Klassiker und Vordenker, Goethe und Schiller, in der gesamten Kunst und Kulturszene Europas auswirkten. In dem Bestand des Goethes Nationalmuseums lagern kulturhistorisch unersetzliche Schätze der deutschen Kultur. So werden in der Dauerausstellung des Museums Handschriften, Bilder und Zeichnungen aus Goethes Sammlungen und seinem Nachlass ausgestellt. Ergänzt werden diese musealen Schätze mit der Ausstellung von Leihgaben des internationalen Goethe und Schiller-Archives und den Sammlungen aus der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Abgerundet wird dieser Exkurs in die deutsche Kunst-und Kulturgeschichte, mit zahlreichen Sonderveranstaltungen und Musikabenden in den Räumen des Nationalmuseums. Die Einrichtung des Goethe Nationalmuseums ist für jeden Besucher sehr leicht zu erreichen und befindet sich in der historischen Innerstadt Weimars, in unmittelbarer Nähe zum Goethe Geburtshaus in der Seifengasse.


Deutsche Nationaltheater

Was wäre Weimar ohne das Deutsche Nationaltheater? Das Deutsche Nationaltheater als Träger des gesamten Kultur Projektes Weimar ist eine der bedeutendsten Schauspielstätten des Landes Thüringens und natürlich der es beheimateten Stadt Weimar. Es ist die zentrale Theaterbetriebsstätte zu der ebenso wie die Staatskapelle Weimar noch sechs weitere Schauspielstätten der Stadt und dem Land Thüringen gehören. Auf den Bühnen des Nationaltheaters treffen sich alljährlich Schauspieler und Orchester zu Gastspielen und Aufführungen von Kunstensembles aus aller Welt. Solch weltberühmte Orchester wie das Wiener Philharmonie Orchester oder die New Yorker Philharmonie gehören zu den ständigen Gästen des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Einst von der Kunstliebhaberin Anna Amalia, der Gemahlin des Herzogs Ernst August II Konstantin von Sachsen –Weimar-Eisenach im 18.Jahrhundert als Spielstätte des Weimar Hoftheaters ins Leben gerufen, wandelte es sich sehr schnell von einem elitären Liebhabertheater zu einem angesehenen und weit über die damaligen Landesgrenzen berühmten Schauspiel-und Konzerthaus. Hier wurden die Gedichte und Bühnenstücke Goethes und Schillers uraufgeführt. Natürlich galt es für Goethe und seine Zeitgenossen auch hier die bahnbrechenden Denkweisen der neuen Klassikepoche einfließen zu lassen. Kunst und Kultur, sollten auch dem breiten Volke zugänglich gemacht werden und zur Ausbildung von Ästethik und kreativen Denken beitragen. So wurde unter maßgeblicher Anleitung Goethes im jahre 1817, als ein beredtes Beispiel der Durchsetzung der Klassikrichtung, in einem Jahr 4806 Aufführungen im Hoftheater abgehalten. Ebenso verwandelte sich der bauliche Charakter des Theaters. Um das zahlreiche Publikum im Hoftheater unterzubringen wurde die gesamte Theaterinnenarchitektur verändert. Statt der elitären Logen in ihren futuristischen Formen, bekam das Theater eine Galerie mit Sitzplätzen und Balkonen. Damit konnte jedermann den Aufführungen stilvoll beiwohnen und den Kunstgenuß in vollen Zügen auskosten, welche die Musik-und Schauspielstücke der großen deutschen Klassiker lieferten.


Kreuzkirche

Zu den jüngsten der in Weimar erbauten Kirchen zählt die 1899 erbaute und geweihte Kreuzkirche. Sie befindet sich in der Weimaer Böhlaustraße 2, südwestlich vom Stadtzentrum gelegen. Diese einst auf den Namen Saint Michael geweihte Kirche war einst der religiöse Mittelpunkt der in Weimar ansässigen eingewanderten englischen Bürger und Arbeiter. Mitte des 19 Jahrhundert entstand durch die anhaltende Ansiedlung englischer Arbeiter eine eigene englische religiöse Gemeinde, welche zur Zelebrierung ihrer Gottesdienste ein eigenes Kirchenhaus erbaute. Dieses ist noch heute an dem sonst nur in England zu findenden Perpendikularstil sehr gut zu ersehen. Nach den Kriegswirren des Ersten Weltkrieges verließen diese englischen Einwanderer jedoch die Stadt und die Kirche verwaiste zusehends. In den zwanziger Jahren wurde sie jedoch in die Verwaltung der evangelischen Kirche Weimars übernommen und letztendlich 1928 als Kreuzkirche geweiht und beständig ausgebaut. Die in ihrem Inneren eher schlicht als prunkvoll ausgestattete Kirche beindruckt jedoch durch ihre vielfältigen künstlerisch gestalteten Fenster. Heute wird die renovierte und restaurierte Kirche von einem vielfältigen Gemeindeleben der dort ansässigen evangelischen Gemeinde belebt, in denen auch die Besucher der Kirche gern gesehene Gäste sind.


Wilhelmsburg

Im Jahre 1626, der Residenzzeit des Weimaer Herzog Wilhelm IV, wurde der sich in Weimar befindliche Hornstein zu einem Schloss- und Parkensemble nach dem Willen des Landesfürsten umgebaut. Unter Einbeziehung der sich auf diesem Gelände befindlichen und aus dem jahre 1651 stammenden Bauruine konzipierte der mit dem Bau beauftragte Hofbaumeister Johann Moritz Richter eine dreiflügelige Schloss-und Residenzanlage nach dem Vorbild der italienischen und französischen Kultur. Leider wurde dieses umfangreiche Bauvorhaben zu Lebzeiten Herzog Wilhelm IV nie fertiggestellt. Nach dem Tod der Landesfürsten erhielt das Schloss ihm zu Ehren den Namen Wilhelmsburg. Sein ganz eigenes Wahrzeichen ist der mittelalterliche Rundturm mit seinem aus der Bauzeit typischen Barocken Hauben Aufsatz. Dieser Turm ist gleichzeitig ein Wahrzeichen der Stadt Weimar und wurde als beliebtes Motiv auf vielen Grafiken und Zeichnungen zur Stadtansicht festgehalten. Nach dem Weimar Stadtbrand im jahre 1774 kam es zur starken Zerstörung der Wilhelmsburg. Der erneute Wideraufbau der Schlossgebäude wurde auch unter der tatkräftigen Hilfe Johann Wolfgang Goethes in einer speziell hierzu von den Landesfürsten berufenen Schlossbaukommission geleitet. Noch heute ist der von Goethe konzipierte offene Landschaftspark an der Südseite des Schlosses erhalten und gilt als eine wahre Perle in der Weimar Park-und Landschaftsgestaltung. Die von Goethe konzipierte Parkanlage gilt als Beispiel des angewandten deutschen Klassikstiles im Deutschland des 18. Jahrhunderts und zeigt sehr anschaulich die Auswirkungen der Klasssikepoche auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens.


Schlosspark und Orangerie Belvedere

Nur rund 10 Minuten Autofahrt vom Marktplatz der Stadt Weimar entfernt, findet man eine der Schönsten Sehenswürdigkeiten der Kultur-und Kunststadt Weimar. Es ist das Schloss Belvedere mit seinem Schlossgarten und der einzigartig gestalteten Orangerie. Es ist eine der wohl bekanntesten und schönsten Herrschaftsresidenzen des Freistaates Thüringens und der Stadt Weimar. Einst als eine aufwendige Lustschloss Anlage unter der Leitung des Großherzog Ernst August I zu Sachsen Weimar erbaut, findet man es heute auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO vermerkt und zu einem Weltkulturerbe ernannt. Die herrliche Landschaftliche Lage des Schlosses und seiner aufwendigen und einzigartigen Parkanlage, auf der südlich der Stadt Weimar befindlichen Anhöhe, auch als „Eichenleite“ allen hier ansässigen Einheimischen bekannt, geben der Schlossanlage sein einzigartiges Flair und Ambiente. Der sich auf einer Fläche von 43 Hektar erstreckende Schlossgarten wurde im barocken Stil als repräsentative Park-und Gartenlage gestaltet. Vorlage für diese gartenbauliche Gestaltung ist die strenge Linienführung der damaligen französisch-kaiserlichen Parks. Die gesamte Bauzeit dieser Schlossparkanlage betrug zwanzig Jahre und wurde letztendlich im Jahre 1748 fertiggestellt. Der Schlosspark Belvedere ist gegliedert in viele thematisch streng voneinander getrennte Einzelgärten mit mannigfaltigen exotischen Pflanzen und Baumarten. So findet man hier die Gestaltung eines russischen Gartens, aber auch mehrere romantisch gelegene Blumengärten mit Pavillons und Wasserfontänen. Die Orangerie mit ihren sehr zahlreichen Bestand an exotischen Bäumen und Pflanzen befindet sich im östlichen Teil des Schlossgartens und wurde im jahre 1750 fertiggestellt. Ein Ausflug in diese einmalige Garten- und Parkanlage sollte auf keiner Exkursion in die nähere Umgebung der Stadt Weimar fehlen. Egal zu welcher Jahreszeit man den Schlossgarten Belvedere besucht, stets wird man den Flair mediterraner Kultur verspüren. Ein Besuch ist für Jung und Alt stets ein nachhaltiges und einmaliges Erlebnis.


Schillers Wohnhaus

In der ehemalige Prachtmeile vom Weimar des 18. Jahrhundert, der „Esplanade“, die heutige Schillerstrasse, befindet sich das aus dem Jahre 1735 stammende Gebäude Schillerstrasse 11. Alljährlich ist es ein Hauptanziehungspunkt tausender die Stadt Weimar besuchender Touristen. Es ist das Wohnhaus des großen deutschen Dichters und Klassikers Friedrich von Schiller. Der enge Weggefährte und Freund Johann Wolfgang Goethes, erwarb das Gebäude im Jahre 1802 von dem englischen Schriftsteller Charles Mellish of Blyth. Hier wohnte Friedrich von Schiller gemeinsam mit seiner Gemahlin Charlotte und der Tochter in der zweiten Etage des Gebäudes bis zu seinem Tode im Jahre 1805. In dieser Zeit wurden von ihm der überwiegende Teil seiner berühmten Werke der Klassikzeit geschrieben. Es war der Lebens-und Arbeitsmittelpunkt des großen Künstlers und Dichters. Alle großen Weimaer Gelehrten und Künstler seiner Zeit waren gern gesehene Gäste im Hause Schiller und die mannigfaltigen Gespräche und geselligen Abende inspirierten Schiller zu einer Großzahl seiner heute weltberühmten Werke der deutschen Germanistik und Dichtkunst. Im Zweiten Weltkrieg bei den barbarischen Bombenangriffen anglo-amerikanischer Flieger stark beschädigt, wurde es in der nachfolgenden Zeit beständig Restaurieret und Saniert. Heute befinden sich in den zum Teil mit den Originalmöbeln Schillers ausgestatteten Räumen die Einrichtungen des Schiller Museums, welches zur Klassik-Stiftung Weimar gehört und seit 1998 auf der Liste der zu schützenden Weltkulurerbestätten der UNESCO zu finden ist.


Johannes Falk Gedenkstätte

Wer kennt es nicht das alljährlich zur Weihnachtszeit wohl am meistgespielte Weihnachtslied „O Du fröhliche…“ aber wer weiß schon, dass der Texter und Komponist diese Liedes aus Weimar stammte. Texter und Komponist dieses so bekannten Liedes ist der von 1797 bis zu seinem Tod im Jahre 1826 in Weimar lebende Schriftsteller Johannes Falk. Zur Ehrung seiner Verdienste im sozialen Bereich der Stadt Weimar, wurde diese Gedenkstätte und wohl auch das sich darin befindende kleinstes Museum Deutschlands eröffnet. Auf nur 11 m² zeigt das Museum in der Gedenkstätte, Material und Dokumente zum Leben und Schaffen von Johannes Falk. Dieser war nicht nur ein hervorragender Dichter und Literat, sondern in allerster Linie ein deutscher Humanist, welcher die Ideen der Klassikzeit in die damalige Wirklichkeit der Arbeits-und Lebensbedingungen der Armen Bürger Weimars umsetzte. Nach seinem Einzug in das Gebäude der heutigen Luthergasse 1, gab er dem Haus den Namen „Lutherhof“ und widmete sich der Erziehung und Bildung von Obdach-und Elternlosen Kindern. Seine aktive caritativ-sozialpädagogische Arbeit in Weimer, setzte Maßstäbe und Zeichen weit über die Ländergrenzen des damaligen Thüringens hinaus. Er gilt als einer der Mitbegründer sozialer Hospiz-Stationen für Obdachlose und Waisen in ganz Deutschland. In dem kleinen Muesumsraum der Gedenkstätte, werden dem Besucher Ausstellungsexponate aus dem Nachlass der Familie Falk und seinem wechselvollen Leben gezeigt. Viele Exponate wurden aus den Spendengeldern des heutigen Johannes Falk Vereins in ihrer Anschaffung finanziert. Der heute existierende Vereine, hat sich der Fortsetzung der großen Ideen ihres Namensgebers verschrieben und leistet auf dem Gebiet der caritativen Arbeit in Weimar eine maßgebende Arbeit.


Rathaus

Mitten in der thüringischen Stadt Weimar finden die alljährlich die Stadt besuchenden Touristen den Marktplatz, welche Ausgangspunkt zu Entdeckungstouren in die Stadt und ihrer näheren Umgebung ist. Das stets pulsierende Leben auf dem Weimar Markplatz ist umgeben von vielen sehenswerten historischen Gebäuden. Hier findet man auch das auf der Westseite des Markplatzes gelegene historische Rathaus der Stadt Weimar. Es zählt zu einem der schönsten und bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Der repräsentative Bau im Stile der Neugotik mit seinen prägnanten Glockenturm ist jedoch nicht der erste Rathausbau an dieser Stelle. In den Aufzeichnungen der Weimar Stadtchronisten wurde bereits im Jahr 1396 ein Rathaus erwähnt, welches jedoch ein Opfer des Flammeninfernos bei dem großen Stadtbrand im Jahre 1424 wurde. Auf den vielen historischen Zeichnungen und Kupferstichen der Stadt Weimar, sind weitere in unterschiedlichen Baustilen errichtete Rathausgebäude zu bestaunen. Jedoch fielen die meisten von Ihnen den in der Stadtgeschichte mehrmals vorkommenden Großbränden zum Opfer. Das uns mit seinem Anblick erfreuende heutige Rathaus, entstand im Jahre1841 und ist nunmehr der dritte Rathausbau an dieser historischen Stelle der Stadt. Ausgestattet mit einem Glockenspiel aus echtem Meißner Porzellan gehört es zu den architektonischen Schätzen der Stadt Weimar. Aber nicht nur die äußere Gestaltung des Rathauses ist bewunderungswürdig, auch die vielen Verzierungen im Innenbereich des Rathauses sind besonders sehenswert. Gleich im Eingangsbereich des Hauses erwartet den Besucher die Skulptur der „Frühlingsgöttin“, welche vom damaligen sächsisch-thüringischen Hofbildhauer Martin Gottlieb Klauer aus dem Jahre 1774 stammt. Heute wird das Rathaus noch immer als Repräsentationsgebäude der Stadt Weimar genutzt und beherbergt neben dem historischen Stadtarchiv natürlich auch die Amtsräume des amtierenden Oberbürgermeisters der Stadt Weimar. Das historische Ambiente dieses Gebäudes wird von vielen Brautpaaren, im ebenfalls im Rathaus zu findenden Hochzeitszimme, für den Schritt in eine neue gemeinsame Zukunft gern genutzt.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Weimar

Bundesland:
Thüringen

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
208 m ü. NN

Fläche:
84,26 km²

Einwohner:
65.233

Autokennzeichen:
WE

Vorwahl:
03643, Taubach: 036453

Gemeinde-
schlüssel:

16 0 55 000



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